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Pionierwohnen in Neckargemünd

Pionierwohnen in Neckargemünd

Gemeinschaftlich wohnen, wo mal gearbeitet wurde

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In einem ehemaligen Bürogebäude in zentraler Lage von Neckargemünd entsteht ein gemeinschaftliches Wohnprojekt auf Zeit. In den oberen Stockwerken des Gebäudes werden private Wohnräume und großzügige gemeinschaftlich genutzte Bereiche für 8–12 Menschen geschaffen.

Das Projekt verbindet bezahlbaren Wohnraum mit der Möglichkeit, neue Formen des Zusammenlebens zu erproben. Die zukünftigen Bewohner*innen erhalten eigene Privaträume und teilen sich Bereiche zum Kochen, Essen, Arbeiten und Zusammensein. Dabei können sie die konkrete Ausgestaltung des Wohnprojekts und das spätere Zusammenleben aktiv mitentwickeln.

Das Pionierwohnen ist zunächst als zeitlich begrenzte Wohnnutzung angelegt. Gleichzeitig soll das Projekt zeigen, wie leerstehende Büroflächen sinnvoll zu Wohnraum umgenutzt und bestehende Gebäude langfristig weiterentwickelt werden können.

Du möchtest gemeinschaftlich wohnen, deinen eigenen Rückzugsraum haben und ein ungewöhnliches Wohnprojekt mitgestalten? Dann lerne das Pionierwohnen in Neckargemünd kennen.

Das Wohnangebot auf einen Blick

  • Adresse: Bahnhofstraße 15, 69151 Neckargemünd
  • Geplanter Einzug: Februar 2027
  • Anzahl der Bewohner*innen: 8 – 12 Personen
  • Anzahl der Privaträume: 11
  • Größe der Privaträume: ca. 13 – 52 m²
  • Gemeinschaftsbereiche: Clusterbereich, Foyer und ein großer Gemeinschaftsraum im Dachgeschoss, Balkone
  • Monatliche Warmmiete: je nach Zimmergröße voraussichtlich
    565–980 €
  • Geplante Projektdauer: 5 Jahre
  • Mindestwohndauer: 12 Monate
  • Erreichbarkeit: wenige Gehminuten zur S-Bahn
  • Heidelberg: ca. 15 Minuten mit der S-Bahn
  • Ausstattung des Gebäudes: Aufzug, Balkone und helle Räume
  • Mitgestaltung des Wohnkonzepts und der Gemeinschaft ausdrücklich erwünscht

Die Miete richtet sich nach der Größe des privaten Wohnraums und dem rechnerischen Anteil an den Gemeinschaftsflächen. Die genaue Miethöhe wird vor Abschluss des Miet- beziehungsweise Nutzungsvertrags verbindlich mitgeteilt.

Strom, Internet und gemeinschaftlich organisierte Ausgaben sind nicht in der angegebenen Miete enthalten und werden von der Wohngemeinschaft gemeinsam getragen.

Besichtigung am 11. Oktober 2026

Wann: Sonntag, 11. Oktober 2026, 11:00 – 12:30 Uhr

Treffpunkt: vor der Sparkasse, Bahnhofstraße 15, 69151 Neckargemünd

Bei der Besichtigung stellen wir das Gebäude, das geplante Wohnkonzept und die nächsten Schritte vor. Außerdem besteht die Möglichkeit, Fragen zu stellen und andere Interessierte kennenzulernen.

Auch Personen, die bisher noch nichts vom Projekt gehört haben, sind herzlich willkommen

wie wird gewohnt?

Das Pionierwohnen ist als gemeinschaftliche Wohnform geplant. Jede Person beziehungsweise jeder Haushalt verfügt über einen eigenen privaten Rückzugsraum. Küchen, Waschräume und weitere Bereiche des Wohnalltags werden gemeinschaftlich genutzt.

Die privaten Räume sind unterschiedlich groß und ermöglichen verschiedene Wohnformen – vom kompakten Einzelzimmer bis zu größeren Bereichen, die sich beispielsweise für Paare oder Personen mit Kindern eignen.

Der Großteil der Wohnräume liegt im zweiten Obergeschoss. Ein weiterer großer Wohnraum kann im Dachgeschoss entstehen.

Vorgesehen sind verschiedene Zimmertypen:

  • vier kompakte ENDO-Zimmer mit jeweils 13 m² privater Raumfläche,
  • zwei Zimmer mit jeweils ca. 16 m²,
  • ein Zimmer mit ca. 22 m²,
  • ein Zimmer mit ca. 25 m²,
  • ein Zimmer mit ca. 27 m²,
  • ein Zimmer mit ca. 35 m²,
  • optional ein großer Wohnraum mit ca. 52 m² im Dachgeschoss.

Die monatlichen Mieten liegen nach aktuellem Planungsstand zwischen 565 und 980 Euro (warm). Bei der Berechnung wird neben dem privaten Wohnraum auch ein Anteil an den gemeinschaftlich genutzten Flächen berücksichtigt.

Ausstattung der Privaträume

Die kompakten ENDO-Zimmer erhalten einen Holzboden, eine Wandlampe und eine Wandheizung. Die übrigen Räume verfügen überwiegend über blaue Teppichfliesen, Deckenlampen und teilweise über Einbauschränke. Mehrere Räume besitzen einen direkten Zugang zum Balkon.

Die Privaträume werden grundsätzlich unmöbliert vergeben. Eine Möblierung der privaten Räume kann optional gegen Aufpreis angefragt werden.

Herzstück des Projekts ist der Gemeinschaftsraum unter dem Dach. Mit einer Raumhöhe von ca. 4,25 Metern, großen Fenstern, Balkonzugang und Ausblick über Neckargemünd bietet er viel Platz zum Kochen, Essen, Treffen und gemeinsamen Verbringen des Alltags.

Der Raum ist ca. 52 m² groß und mit einer Küchenzeile, Spülmaschine, Waschbecken, Einbauschrank und Heizkörpern ausgestattet.

Ergänzt wird der Gemeinschaftsraum durch:

  • einen ca. 38 m² großen Clusterbereich im zweiten Obergeschoss,
  • ein gemeinschaftlich nutzbares Foyer,
  • zwei gemeinschaftlich nutzbare Küchenzeilen,
  • vier separate Waschräume,
  • gemeinschaftlich nutzbare Balkone,
  • Waschmaschinen und Abstellmöglichkeiten im Keller.

Die gemeinschaftlichen Flächen können flexibel zum Arbeiten, Treffen, Spielen, Entspannen und für gemeinsame Aktivitäten genutzt werden.

Das Projekt befindet sich in der Bahnhofstraße 15 im Zentrum von Neckargemünd. Einkaufsmöglichkeiten, Dienstleistungen und Haltestellen des öffentlichen Nahverkehrs sind fußläufig erreichbar. Die S-Bahn verbindet Neckargemünd in etwa 15 Minuten mit Heidelberg.

Neckargemünd bietet eine kleine historische Altstadt und eine naturnahe Lage zwischen Neckar und bewaldeten Hängen. Damit verbindet der Standort kurze Wege und eine gute regionale Anbindung mit einem hohen Freizeit- und Erholungswert.

Das ehemalige Bürogebäude befindet sich in gutem Zustand. Die zukünftigen Wohnbereiche verfügen über große Fenster, helle Räume, Balkone und einen Aufzug.

Die meisten Wohn- und Gemeinschaftsbereiche sind über den Aufzug erreichbar. Die ENDO-Zimmer innerhalb des Clusterbereichs sind jedoch nicht vollständig barrierefrei. Auch das Gebäude ist nicht in allen Bereichen barrierefrei. Individuelle Anforderungen klären wir gerne vor einer Bewerbung.

Das Pionierwohnen ist als Zwischennutzung angelegt. Die Wohnräume werden daher befristet auf max 5 Jahre vergeben. Diese zeitliche Begrenzung ist ein wesentlicher Bestandteil des Projekts: Das Gebäude soll zunächst unter realen Bedingungen als Wohnort erprobt werden. Die dabei gewonnenen Erfahrungen sollen auch zu einer möglichen langfristigen Umnutzung beitragen.

Die Laufzeit des Projekts beträgt voraussichtlich fünf Jahre. Nach etwa dreieinhalb Jahren ist eine Evaluation vorgesehen. Dabei werden die Erfahrungen aus Planung, Umbau und Wohnalltag ausgewertet und mögliche Perspektiven für die weitere Nutzung des Gebäudes geprüft.

Gesucht werden Menschen, die mindestens zwölf Monate im Projekt wohnen möchten. Die individuelle Vertragslaufzeit wird im Mietvertrag festgelegt. Bei einem vorzeitigen Auszug wird der frei werdende Wohnplatz in Abstimmung mit der bestehenden Wohngemeinschaft neu vergeben.

Mitgestalten und Pionier*in werden

Die zukünftigen Bewohner*innen beziehen kein vollständig vorgegebenes Wohnmodell. Ein wichtiger Bestandteil des Projekts ist die gemeinsame Entwicklung der Wohnform.

In moderierten Treffen werden unter anderem folgende Fragen bearbeitet:

  • Wie werden Privat- und Gemeinschaftsräume genutzt?
  • Wie werden Gemeinschaftsflächen gestaltet?
  • Welche Absprachen braucht das Zusammenleben?
  • Welche gemeinschaftlichen Aktivitäten sind erwünscht?
  • Wie können unterschiedliche Bedürfnisse berücksichtigt werden?


Die Mitgestaltung beginnt bereits vor dem Einzug. Das bedeutet zugleich, dass nicht alle Details des späteren Wohnalltags von Anfang an feststehen.

Grundlegende bauliche und genehmigungsrechtliche Entscheidungen werden durch das Planungsteam getroffen. Bei der Zuordnung und Nutzung der Räume, der Ausstattung der Gemeinschaftsbereiche und der Organisation des Zusammenlebens erhalten die zukünftigen Bewohner*innen konkrete Mitgestaltungsmöglichkeiten.

Wer Lust hat, kann sich außerdem freiwillig an einzelnen Ausbau- und Einrichtungsarbeiten beteiligen. Eine Mitarbeit beim Ausbau ist keine Voraussetzung für den Einzug und handwerkliche Vorkenntnisse werden nicht erwartet.

Gesucht werden Menschen, die Lust auf gemeinschaftliches Wohnen haben und bereit sind, das Projekt und den späteren Wohnalltag aktiv mitzugestalten.

Eine Bewerbung ist möglich:

  • als Einzelperson,
  • als Paar,
  • mit Kind oder Kindern,
  • als bestehende Kleingruppe oder gemeinsam mit Freund*innen.

Das Projekt richtet sich an Menschen in unterschiedlichen Lebensphasen und Haushaltskonstellationen. Entscheidend sind nicht Alter oder Haushaltsform, sondern Offenheit für Gemeinschaft, Verlässlichkeit und die Bereitschaft, Verantwortung für das Zusammenleben zu übernehmen.

Größere Privaträume sollen bevorzugt an Haushalte vergeben werden, die entsprechend mehr Platz benötigen.

Bewerben können sich volljährige Personen. Minderjährige können gemeinsam mit ihren Sorgeberechtigten in das Projekt einziehen.

Die Räume werden als regulärer Wohnsitz genutzt. Eine Anmeldung als Hauptwohnsitz ist möglich.

Ob Haustiere mit einziehen können, wird abhängig von Tierart, räumlicher Situation und Zusammensetzung der Wohngemeinschaft im Einzelfall geklärt.

Ziel ist es, eine verlässliche und vielfältige Wohngemeinschaft zusammenzustellen, deren Mitglieder sowohl zueinander als auch zu den vorhandenen Räumen passen.

Der Auswahlprozess erfolgt mehrstufig:

  1. Schriftliche Interessensbekundung,
  2. Besichtigung und Kennenlerntreffen,
  3. Zusammenstellung eines Kernteams,
  4. Workshop zur gemeinsamen Entwicklung der Wohnform,
  5. verbindliche Zusage und Vertragsabschluss.

Bei der Auswahl werden insbesondere folgende Aspekte berücksichtigt:

  • Bereitschaft zum gemeinschaftlichen Wohnen,
  • Akzeptanz der zeitlichen Befristung auf 5 Jahre
  • gewünschter Einzugszeitpunkt und Wohndauer,
  • passende Belegung der vorhandenen Räume,
  • Verlässlichkeit und Bereitschaft zur Mitgestaltung,
  • eine ausgewogene Zusammensetzung der Wohngemeinschaft.


Die abschließende Entscheidung wird unter enger Einbeziehung der Rückmeldungen aus dem Kennenlernprozess getroffen. Sobald sich ein Kernteam gebildet hat, wird dieses bei der Besetzung weiterer frei werdender Plätze beteiligt.

  • 12. September 2026: Besichtigung der Räume und Beginn der Bewerbungsphase
  • 26. September 2026: Ende der Bewerbungsphase
  • Ende Oktober 2026: Workshop zur gemeinsamen Entwicklung der Wohnform
  • November 2026: Unterzeichnung der Mietverträge
  • Februar 2027: geplanter Einzugstermin

Häufige Fragen

Nein. Eine Bewerbung ist sowohl allein als auch gemeinsam mit anderen möglich. Im Kennenlernprozess unterstützen wir Einzelbewerberinnen dabei, mögliche Mitbewohnerinnen kennenzulernen.

Ja. Die unterschiedlich großen Privaträume ermöglichen verschiedene Haushaltsformen. Auch Paare und Personen mit einem oder mehreren Kindern können sich bewerben.

Das Projekt ist als gemeinschaftliche Wohnform mit privaten Rückzugsräumen und gemeinsam genutzten Küchen, Waschräumen und Aufenthaltsbereichen geplant. Es handelt sich nicht um vollständig voneinander getrennte Wohnungen.

Die privaten Räume sind zwischen ca. 12,7 und 52,2 m² groß. Die kleineren ENDO-Zimmer eignen sich vor allem für Einzelpersonen. Die größeren Räume können beispielsweise von Paaren oder Personen mit Kindern genutzt werden.

Die monatliche Miete liegt je nach Zimmergröße und Anteil an den Gemeinschaftsflächen nach aktuellem Planungsstand zwischen 565 und 980 Euro (inkl. Nebenkosten).

Dinge wie Internet und gemeinschaftlich organisierte Ausgaben werden von der Wohngemeinschaft zusätzlich getragen.

Der Einzug ist derzeit für Februar 2027 vorgesehen. Da es sich um ein Umbau- und Pionierprojekt handelt, können sich im weiteren Planungs- und Genehmigungsprozess noch Änderungen ergeben. Über den aktuellen Stand informieren wir transparent.

Nein. Eine Mitarbeit beim Ausbau ist nicht notwendig. Wer Lust hat, kann sich aber freiwillig an einzelnen Ausbau- oder Einrichtungstagen beteiligen. Handwerkliche Vorkenntnisse werden nicht vorausgesetzt.

Gesucht werden Menschen, die mindestens zwölf Monate bleiben möchten. Das Projekt ist voraussichtlich auf fünf Jahre angelegt. Nach etwa dreieinhalb Jahren findet eine Evaluation statt. Die konkrete persönliche Vertragslaufzeit wird vor Abschluss des Miet- beziehungsweise Nutzungsvertrags vereinbart.

Eine Verlängerung des gesamten Projekts beziehungsweise eine langfristige Umnutzung des Gebäudes ist denkbar, kann derzeit aber nicht zugesichert werden.

Die Wohn- und Gemeinschaftsbereiche sind grundsätzlich über einen Aufzug erreichbar. Das Gebäude und insbesondere die ENDO-Zimmer im Clusterbereich sind jedoch nicht in allen Bereichen vollständig barrierefrei. Individuelle Anforderungen klären wir gerne vor einer Bewerbung.

Das wird abhängig von Tierart, räumlicher Situation und Zusammensetzung der Wohngemeinschaft im Einzelfall geklärt.

Das Projekt wird von ADAPTER entwickelt und begleitet. Wir beschäftigen uns seit mehreren Jahren mit der temporären Umnutzung leerstehender Gewerbeflächen zu gemeinschaftlichem Wohnraum. Ein erstes Pionierwohnprojekt wurde 2024 im Neckarspinnerei Quartier in Wendlingen am Neckar erprobt.

Interesse am Pionierwohnen?

Du kannst dir vorstellen, in Neckargemünd gemeinschaftlich zu wohnen und das Projekt mitzugestalten?

Dann komm zur Besichtigung, informiere dich über das Wohnangebot und lerne andere Interessierte kennen.

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