Anlässlich des 13. Bundeskongress für Nationale Stadtentwicklungspolitik haben wir eine Aktionswoche für neue urbane Wohnformen veranstaltet. Unter dem Motto „Wohn doch wie du willst“ wurden vom 14. bis 22. September verschiedene Aktionen umgesetzt, mit dem Ziel zu Mitgestaltung, Diskussion und zum Austausch anzuregen. Ein ungenutzter Raum in der Stadt wurde zu eine Kulisse für die innovative und zukunftsfähige Gestaltung des städtischen Zusammenlebens verwandelt. Unterstützt wurde die Woche unter anderem durch das Bundesbauministerium, das Bundesinstitut für Bau, Stadt- und Raumforschung, die Urbane Liga, Plattform junger Stadtmacher, die Internationale Bauausstellung 2027 und die Stuttgarter Change Labs.

aktionen

Workshop
Ein ungenutzter Raum in der Stadt wurde im Rahmen eines zweitägigen Workshops zu einem Ort für aktives Miteinander in der Stadt umgewandelt und Ansätze auf dem Weg zu einem gemeinschaftlichen Wohnprojekt erprobt. Welche Ansprüche haben wir in der heutigen Zeit an unsere Privatsphäre? Wo finden Austausch und Interaktion statt? Und was kann ein Wohnprojekt zur Nachbarschaft beitragen? 

Sommerkino
Mit der Urbanen Liga, die Plattform junger Stadtmacher waren wir Österreichischen Platz und zeigten den Film Architecting after Politics von Arno Brandlhuber und Christopher Roth aus der Serie Legislating Architecture. Ihr neuester Film stellt eine entscheidende Frage unserer Zeit: Wer baut die Welt? Wer gestaltet Gesetze? Was gestaltet Architektur? Wem gehört der Boden?

Bundeskongress für nationale Stadtentwicklungspolitik
Im Rahmen des NSP-Kongresses haben wir mit der Urbanen Liga neue Ideen für eine zukunftsträchtige Gestaltung unserer Städte vorgestellt. Gemeinsam mit Andreas Hofer, IBA-Intendant Stuttgarts und Prof. Christiane Thalgott, ehemalige Stadtbaurätin Münchens diskutierten wir über die Potenziale von Experimenten als flexibles Werkzeug für eine nachhaltige und soziale Stadtentwicklung und Zukunftsschutzgebiete.

Vernissage und Debatte
Zur Eröffnung der interaktive Ausstellungsinstallation luden wir die Stadt zu uns in den Leerstand ein. Dort wurden die Workshopergebnisse präsentiert und Einblicke in die Arbeit der Urbanen Liga gegeben. Mit einer offenen Diskussionsrunde zum Thema „Wohn doch wie du willst – Perspektiven auf das Zusammenleben in der Stadt“ wurde der Abend eröffnet. Es diskutierten mit uns Thomas Becker vom Kesselhof, einem selbstverwalteten Wohnprojekt in Stuttgart, Thorsten Thane von Einfach gemeinsam leben e.V. aus München, ein Verein, der sich unter anderem mit Tiny Häusern beschäftigt, Tamara Agler von der nestbau AG aus Tübingen, eine Aktiengesellschaft, für gemeinwohlorientierte Wohn­immo­bilien und Elisabeth Janthur des Mehrgenerationen- Wohnquartiers StadtWerk, Herrenberg über die Frage des zukünftigen Zusammenlebens in unseren Städten. Welchen Stellenwert nimmt Wohnen heute und zukünftig in der Gesellschaft ein? Und wie drücken sich diese in der Praxis aus? Wo liegt die Wechselwirkung zwischen Wohnen und Stadt, zwischen Privat und Öffentlich, zwischen Individualität und Gemeinschaft? 

Stadtspaziergang
Als Abschluss der Aktionswoche, im Rahmen das Parking Days, waren wir zusammen mit Parklets für Stuttgart und Casa Schützenplatz in Stuttgart Ost und Mitte unterwegs. Wir besuchten verschiedene „Stadtmacher:innen“, die über praktische Erfahrungen und Ideen zum Thema „Stadt selbst gestalten“ berichteten um Handlungswege aufzuzeigen und dazu inspirieren und motivieren, das Ruder selbst in die Hand zu nehmen und dadurch Teil einer Bewegung zu werden die sich zum Ziel gesetzt hat die Zukunft der Stadt aktiv mitzugestalten.

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© ADAPTER für wohnraum in temporärem leerstand